Sonntag, 16. August 2009

Vorbereitungsseminar bei Bangalore

Ich befinde mich gerade im Vorbereitungsseminar in der Naehe von Bangalore. Das Hotel in dem wir sind befindet sich eigentlich ziemlich im Jungle. Ich hab auch schon Affen gesehen. Wir wohnen hier in ein "Huetten" die fuer indische Verhaeltnisse sehr komfortabel eingerichtet sind. Die Leute vom ICDE und die Seminarteilnehmer sind alle sehr nett. Der Tagesablauf besteht aus Language Lessons, Stunden ueber das Verhalten in Indien, Yoga und Meditations Stunden und Volkstanzstunden. Morgen gehts wieder nach Bangalore, damit sich die Seminarteilnehmer polizeilich registrieren koennen. Ich bin froh, dass ich das schon hinter mir habe. Jan, Sven und ich werden dann einfach ein bisschen durch Bangalore gehen und eventuell versuchen indische Kleidung zu kaufen. Ausserdem muessen wir versuchen unsere Handys wieder zum laufen zu bringen, denn unsere Sim-karte wurde gesperrt. Ich weiss nicht warum, entweder weil wir falsche Angaben gemacht haben beim Kauf der Karte, oder der Haendler hat unsere Daten nicht weitergeschickt. Das wird sich morgen hoffentlich klaeren. Leider haben wir hier nur einen Internetanschluss der nicht gerade schnell ist. Deshalb werde ich ein anderes mal Fotos hochladen und mehr ueber das Seminar schreiben.

Montag, 10. August 2009

„Ankal at Loudale Foundation“


Auf unserer Sightseeing-Tour durch Bangalore mit einem Taxifahrer, haben wir zuerst einen Krishna Tempel besichtigt. Danach fuhren wir den botanischen Garten von Bangalore und den Cubbonpark. Dort steht auch das Parlament und der High-Court von Karnataka. Die Tour war sehr schön und wir entdeckten auch einige schöne Seiten von Bangalore abseits der vollen Geschäftsstraßen. Anschließend gingen wir drei und der Taxifahrer in ein indisches Restaurant und konnten uns dort für etwa 5 € die Mägen vollstopfen. Danach ging es wieder mit Ramesh zur Polizeistation. Nach fast 2 Stunden warten bekamen wir dann endlich auch das „Recidence Permit“ Schreiben, das uns erlaubt länger als 180 Tage in Indien zu verbringen. Am Abend fuhren wir dann wie abgemacht Richtung Lovedale Foundation, Jans zukünftiges Projekt. Es ist zwar nur 15 km entfernt von Bangalore, aber wir fuhren über eine Stunde über Feldwege, bis wir das Projekt endlich erreichten. Bis zum naechsten Internetcafe ist es 20 Minuten Fussmarsch und dann nochmal 20 Minuten Busfahrt. Fuer 10 Cent pro halbe Stunde kann man hier ziemlich schnell surfen.
Lovedale Foundation:
Lovedale Foundation ist ein Kinderheim. 30 Kinder wohnen hier. Alle Kinder sind aus verschiedenen Gründen hier. Die Kinder werden früh aus ihren Familien, wenn sie welche haben, entnommen und in das Heim geschickt. Die Kinder dürfen auch nur jeden 2. Sonntag von ihren Eltern besucht werden. Die Kinder können in die nahegelegene Schule gehen, die anscheinend die beste Schule hier in der Umgebung sein in soll.
Wir (Sven, Jan, Ich) wohnen jetzt im Male-Volunteers- House mit Stephen, einem anderen Volunteer aus der USA. Außerdem arbeitet hier noch Silvia, eine Freiwillige aus Italien, die zur Zeit in London studiert. Zu den Kindern haben wir sehr schnell Anschluss gefunden. Alle sind sehr nett und sind sehr interessiert etwas neues zu lernen. Man kann sie sehr leicht beeindrucken. Wir sind sofort mit Ankal (=uncle) Matthias, Ankal Jan und Ankal Sven begrüsst worden.
Unser Tagesablauf sieht folgendermaßen aus. 7:15 Aufstehen, 7:30 Frühstück (süßer Reis), 8:30 Kinder zur Schule bringen, 12:30 Kinder von Schule abholen,13:00 Mittagessen, 16:00 Hausaufgaben mit den Kindern machen, 19:30 Abendessen. Zwischen den festgelegten Zeiten spielen wir mit den Kindern ( Ich habe sogar schon meine Slackline aktiviert) oder wir müssen wir uns die Arbeit hier am Projekt suchen. Die restliche Freizeit verbringen wir mit Mario-Kart Turnieren an Svens und Jans Notebook.
Die Kinder lernen wirklich viel in der Schule. Sie haben die Fächer Mathe, Englisch, Science und Kannada. In Mathe sind die Kinder richtig gut. Uns fällt es schwer dort mitzukommen. In Science müssen sie immer die kompliziertesten Sachen aus dem Schulbuch abzeichnen. Aber in Englisch sind sie schlecht und ihre Aussprache ist miserabel, weil ihnen das keiner, nicht mal die Lehrerinnen, gut bleibringen können. Trotzdem sind die Kinder schon besser in Englisch als die Erwachsenen.
Hier in der Lovedale Foundation arbeitet Michael. Er ist sowas wie der Hausmeister und der Kinderbetreuer. Er schreit die ganze Zeit rum, aber man kann sein Englisch nur in Bruchstücken verstehen. Deshalb weiss man nie genau was er eigentlich will. Außerdem arbeiten hier noch seine Schwester und noch eine Frau, die hauptsächlich kochen und Kleider waschen. Normalerweise arbeitet noch Michaels Frau mit, aber die liegt zur Zeit im Krankenhaus.
Unsere Unterkunft besteht aus 2 Zimmer, zusammen ungefaehr 20 qm und dem Bad. Das Bad besteht aus einem Stehklo, wie man es vielleicht aus dem Italienurlaub kennt. Das Stehklo ist unser Klo, Dusche und Waschbecken. Etwas gewoehnungsbeduerftig aber es geht besser als gedacht.
Besondere Ereignisse waren auf jeden Fall der Besuch beim Arzt des naechstgelegenen Dorfes mit einem Kind der Lovedale Foundation, das Fieber hatte und der Besuch Michaels an Nierenstein erkrankter Frau im Krankenhaus. Als wir den Arzt mit dem Kind, das Fieber hatte, im Dorf Dodagubbi besuchten war er waehrend seinen Oeffnungszeiten nicht in seiner „Praxis“. Uns wurde uns gesagt er kommt in einer halben Stunde. Aus dieser halben Stunde wurden eineinhalb Stunden, in denen Ich es schaffte beim gegenueberliegenden Friseur meine Haare schneiden zu lassen. Als er dann endlich kam betraten wir seine Praxis bestehend aus einem Zimmer mit einem Bett. Das Kind wurde kurz angefasst und bekam eine Spitze, Nadel war neu, aber die Fluessigkeit aus einem offenstehenden Behaelter. Immerhin gehts dem Kind jetzt wieder gut. Das naechste Ereigniss zum Thema medizinische Versorgung ist der Besuch von Michaels Frau mit den anderen Volunteers. Sie lag in einem privaten Krankenhaus und es war erstaunlicherweise sehr sauber. Spaeter erfuhren wir, das sie das sie nun in einem staatlichen Krankenhaus liegt, weil sie sich das private nicht mehr leisten koennen. Ausserdem hat sie komischer Weise im privaten Krankenhaus kein Essen bekommen. Das neue Krankenhaus soll um einiges dreckiger sein, aber man hofft, das sie es bald verlassen kann.
Insgesamt ist es ein gutes Projekt und es macht viel Spass hier zu arbeiten. Ich könnte mir vorstellen hier ein Jahr zu verbringen.

PS: Meine Handynummer funktioniert und ich hab jetzt auch schon Guthaben drauf. Es kostet mich ca. 10 Cent/Minute nach Deutschland zu telefonieren.

Mittwoch, 5. August 2009

ICDE & indische Buerokratie

Namaskara (ein Wort auf Kannada, das ich schon gelernt habe)
Wir sind heute tatsächlich von Ramesh, den ICDE-Angestellten, der uns gestern schon in unsere Unterkunft gebracht hat, abgeholt worden und zum ICDE-Office gebracht. Dort empfing uns Sheela, ich glaub das ist die führende Angestellte, und führte uns ein bisschen in den ICDE ein. Außerdem lernten wir Ravinder Sikgh, weiß nicht wie man das schreibt, auf jeden Fall der gleiche Nachname wie der Premierminister von Indien hat er uns erzählt und die Sekräterin kennen, von der ich aber den Namen vergessen habe. Alle waren sehr nett. Außerdem erfuhren wir, warum wir nicht vom Flughafen abgeholt wurden. Sie haben gewusst, dass wir kommen und Sheela hat auf unseren Anruf auf ihr Handy gewartet. Aber, da wir ihre Handynummer nicht hatten, konnten wir sie nicht erreichen. Die Handynummer hätte auf dem Welcome schreiben gestanden, dass wir aber alle nicht bekommen haben. Falls einer das liest, der noch nach Indien fliegt, die Handynummer von Sheela ist 00919980160963 . Als ich sie dann am nächsten Tag anrief und sagte, dass wir im Hotel sind, war sie überrascht, aber sie fand das alles dann auch nicht so schlimm. Hauptsache wir sind jetzt da. Außerdem sind wir viel zu früh da. Die anderen kommen alle erst am 10. August und das Vorbereitungsseminar beginnt am 12. August. Deshalb wollen sie uns Morgen Abend in Jans Projekt (LOVEDALE FOUNDATION 15km außerhalb von Bangalore) fahren, wo wir dann eine Woche schon mitarbeiten dürfen.
Der ICDE und die angestellten sind anscheinend ziemlich wohlhabend. Die angestellten haben alle ein eigenes Handy, Sheela ein Blackberry und Ramesh ein IPhone. Außerdem hat der ICDE einen eigenen Taxifahrer und eine eigene Köchin. Von der Köchin bekamen wir dann auch Mittagessen. Das Essen dort bestand natürlich auch aus Reis. Außerdem gab es noch Chapati (Fladen) und irgendwas wie Rote Beete. Es war 10 mal leckerer als in unserem Hotel. Außerdem aßen wir das erste mal mit der Hand und das Essen mit Rechts hat auch besser funktioniert wie gedacht.
Anschließend sind wir mit Ramesh zu 4. In einer Rikshaw zur Polizei gefahren und kamen die indische Bürokratie zu spürren. Wir warteten 2 Stunden in einer Schlange bis unsere Dokumente durchgeschaut wurden. Danach mussten wir zum nächsten Haus nur um sie unterschreiben zu lassen und wieder zurück mussten wir nochmal warten, damit wir einen Zettel bekommen mit dem wir dann Morgen wieder zur Polizei können und uns dann unsere Erlaubnis abholen können, in Indien ein Jahr zu verbringen.
So geht der Tag dann auch gut rum. Morgen werden wir um 10 vom ICDE-Taxifahrer abgeholt, der mit uns dann eine Sightseeing Tour machen soll und um 4 werden wir dann mit ihm wieder zur Polizei fahren. Anschließend werden wir dann angeblich ins Projekt gefahren. Das ist der Plan bis jetzt, kann sich aber in Indien immer alles anscheinend ändern.
Das Wetter hier in Bangalore ist gut. Beim ICDE wurde uns erzählt, dass es dieses Jahr in Bangalore keinen Monsum gibt, sie wissen nicht genau warum. Entweder einfach so, durch den Klimawandel oder durch die Luftverschmutzung hier. Trotzdem ist die Luftfeuchtigkeit hier richtig hoch und kurz nachdem man sich geduscht hat, stinkt man schon wieder.
Projekt Handyguthaben konnten wir heute leider nicht erfüllen, nach einer SMS nach Hause war mein Handyguthaben von 5Rs aufgebraucht. Ein neues Projekt ist hinzugekommen. Besseres Trinkwasser. Unser Trinkwasser, das wir im Hotel für 15Rs kaufen können schmeckt eher nicht. Beim ICDE hatten sie sehr gutes Trinkwasser, das aber aus einem großen Tank kam. Wir wollen herausfinden, wo es das gibt und dann kaufen.

erster Tag, erste Erfahrungen

Noch nicht mal 36 Stunden hier und schon so viel erlebt, dass ich einige Seiten darüber schreiben könnte.
Nach einem langen, aber angenmehmen, Flug von 9 Stunden, sind Sven, Jan und ich um 0:30 Ortszeit in Bangalore gelandet. Dort angekommen mussten wir uns erstmal einen Gesundheitscheck, wegen der Schweinegrippe, unterziehen, das heißt, mit einem Infranrotfieberthermometer wurde jedem Passagier die Körpertemperatur gemessen. Nachdem wir unser Gepäck abgeholt haben, suchten wir außerhalb des Flughafens unserern ICDE-India Ansprechpartner der uns abholen sollte. Vergeblich! Als wir den ICJA und den ICDE anrufen wollten, merkten wir, dass unsere Handys mit dem indischen Netz ausserhalb des Flughafens nicht funktionieren (deshalb nicht wundern, wenn ich mir zur Zeit nicht melde) und so suchten wir ein Telefon auf. Dessen Benutzung fiel uns aber schwerer als erwartet, da der Telefon-Verantwortliche mit Englisch nichts am Hut hatte. Beim ICDE und beim ICJA war um die Uhrzeit natürlich keiner mehr erreichbar. Anschließend versuchten wir an der Flughafen-Information die Botschaft zu erreichen, uns wurde aber gesagt, dass die Botschaft um die Uhrzeit schläft. So standen wir allein in Indien und wussten erstmal nicht was wir machen sollten. Um 3 Uhr entschlossen wir uns ein Taxi zu nehmen der uns ins nächste Hotel fahren sollte. Dieser montierte, besser gesagt legte, unser Gepäck sehr unsicher auf sein Auto und los gings. Alles kam uns schon ein wenig „indisch“ vor, als wir am Ausgang vom Parkplatz die Parkplatzgebühr zahlen mussten. Nach ca. 1 Stunde Fahrt erreichten wir das Hotel. Das Gepäck glücklicherweise noch oben drauf. Der Taxifahrer verlangte von uns aber den stolzen Preis von 2500 Rupien (ca 35€) und für sich und seinen Freund noch ein Trinkgeld, dass wir ihn dann aber verwehrten. Der Taxifaher zeigte uns eine Liste mit Preisen uns seinen Airporttaxifüher-Ausweis. Wahrscheinlich beides gefälscht. Aber wir waren alle zu müde um noch irgendwas dagegen zu unternehmen. Später erfuhren wir, dass der normale Preis für ein Taxi vom Flughafen bis in die Stadt bei 500Rs liegt. Das Hotel war für indische Verhältnisse ziemlich gut und kostete uns wieder 3500Rs. Nach 5 Stunden schlaf standen wir auf und ich rief den ICDE an. Als ich ihr unser Problem schilderte sicherte sie uns zu uns um 11 abzuholen. Bis ich sie verstanden hatte, dauerte es auch noch ein bisschen - Es spricht fast jeder Inder Englisch, aber das Englisch ist so schlecht oder sie nuscheln es so, dass man fast gar nichts versteht. Tatsächlich wurden wir dann um 11:30 von Ramesh den ICDE-Angestellten abgeholt und wir fuhren zu 4. Plus Gepäck mit 2 Rikshaws in International Theological College, wo wir jetzt immer noch untergebracht sind, bis es mit dem Seminar losgeht. Keiner weiß, wann das ist, auch nicht Ramesh. Die Unterkunft ist auch sehr angenehm. Die Betten sind zwar Stein hart, und wenn man in der Nacht aufwacht kann man nicht mehr einschlafen, weil das College erstens neben dem Bahnhof liegt und zweitens ziemlich viele Tiere hier in der Nacht extrem laute Geräusche von sich geben. Um 13 Uhr gabs Mittagessen, was wie das Abendessen, aus Reis mit verschiedenen Soßen aus jedem undefinierbaren Gewürz besteht und für mich ziemlich gewöhnungsbedürftig schmeckt. Außerdem schmeckt, das Trinkwasser, bei dem wir darauf achten, dass es auch noch orginal abgeschlossen ist, auch sehr komisch. Danach machten Sven, Jan und ich sich auf ein Handy in Bangalore zu kaufen. Sofort fielen wir auf den ersten Rikshaw-Driver-Pakt hinein. Der Fahrer, ein Betelnuss kauender Herr, wollte uns für 40Rs 2 Stunden lang zum Shoppen fahren. Beim ersten Geschäft, zu dem wir gar nicht wollten, verweigerten wir aber ins Geschäft zu gehen. Nachdem der Fahrer richtig aggressiv wurde, weil er uns erklären wollte, dass wir dort ins Geschäft gehen müssten und wir so taten, als ob wir nichts verständen, gaben wir im die 40Rs und gingen ins erste Geschäft zum Simcard kaufen. Zum Handykaufen, wird aber der Wohnort, der Pass, die Erklärung, dass wir hier arbeiten, ein Passfoto und noch viele andere Dinge, die wir nicht verstanden haben, benötigt. Also ließen wir uns mit einer anderen Rikshaw, diesmal mit dem Rikshaw-Meter, auf das sich die Fahrer aber nur widerwillig einlassen, Richtung Stadtmitte fahren und zahlten gerade mal für eine ziemlich lange Fahrt durch den verrückten Verkehr – es gibt keine Regeln. Unser verlogener Taxifahrer erklärte uns, wer am lautesten bzw. am längesten hupt, hat Vorfahrt. Wenn die Inder nicht an Wiedergeburt glauben würden, würden sie bestimmt nicht so fahren. Die Luft ist hier auch ziemlich verschmutzt durch den Verkehr. Ich glaube hauptsächlich durch die unzähligen Rikshaws bei denen es hinten dick rausqualmt - Dort versuchten wir in einem anderen kleinen Stand eine Simkarte zu erwerben. Mit dem Personalausweis und der Adresse unserer ehmaligen Hotels als Wohnort und einer Stunde Verhandlung schafften wir uns eine zu besorgen. Die vom Verkäufer versprochenen 100Rs guthaben haben wir bis jetzt noch nicht. Aber wir versuchen das Handy in der nächsten Zeit in Betrieb nehmen zu können. Meine Handynummer ist 0091-9535977061, eventuell kann man mich ja schon von anrufen, was ich aber bezweifle. Die Inder sind echt sehr hilfsbereit, aber wenn man nicht genau weiß, wo man hin muss um was zu bekommen, versuchen die zahlreiche Inder immer zu ihren Shops zu führen, um mit uns Geschäfte zu machen. Am Handyshop machten wir auch Bekanntschaft mit den ersten Bettlern, als plötzlich Sven von hinten angeklopft wurde und einer Frau mit einer Schlange hinter ihm Stand und ihn dadurch versuchte zu beeindrucken. Als Sven ihr einen Dollar (ca 40Rs), mit dem sie aber anscheinend nichts anfangen konnte, versuchte der Handyverkäufer diesen Dollar gegen 10Rs mit ihr zu tauschen. Anschließend stand gleich noch eine Bettlerin bei uns, die der Handyverkäufer, dann aber wegjagen konnte.
In der Stadt rumzulaufen ist echt ein wahnsinniger Stress und eigentlich der absolute Horrortrip. Man wird von allen beglozt, zwischendurch angefasst und gefragt wo man herkommt und von jedem Händler zu seinem Stand geführt. Fast jeder Mann hier kaut Betelnüsse und spuckt dadurch rote Spucke, was ausschaut als würde er Blut spucken. Richtig eklig. Deshalb machten wir uns wieder auf den Rückweg zum College. Nach einer etwas längeren Suche, kamen wir dort an und legten uns erstmal hin zum Nachmittagsschlaf um uns vom Stress zu erholen. Um 19:30 gings zum Abendessen, natürlich Reis, Reis, Reis.
Heute, hat Ramesh gesagt, schaut Sheela bei uns vorbei, sie hat angeblich mehr Ahnung was passieren soll. Sie sollte um 10 Uhr kommen, hat sich aber mittlerweile auch schon verspätet. Außerdem wollten wir dann auch noch unsere Handys zum Laufen bringen.
Mir gehts gut, aber alles sehr sehr sehr gewöhnungsbedürftig. Ich bin froh, wenn ich zu meinem Projekt aufs Land komme. Bangalore soll angeblich eine sehr westliche Stadt sein, aber davon hab ich noch nichts gemerkt. Mysore soll ruhiger sein. Ich bin mal gespannt, was das dann heißt.
So haben wir viele Erfahrung gemacht und einiges gelernt, was wir in Indien nicht mehr so machen würden.
Viele Grüsse

Freitag, 31. Juli 2009

Jetzt gehts los...


Am Dienstag den 21.7. gings auf das Vorbereitungsseminar in Neu-Anspach. Dort wurden wir, 44 Jungen die das FSJ 14c machen und 2 Mädels aus dem weltwärts-Programm, über Schwierigkeiten oder Gefahren, die im Ausland auftreten können, in verschiedenen Einheiten unterrichtet, wie zum Beispiel Kommunikation, Konflikte, Aids etc.. Außerdem erfuhren wir durch Teamer, die schon in den Gastländern waren, einiges über unser Jahr im Ausland. Wir hatten sehr viel Spass, die Teilnehmer und Teamer waren ausnahmslos sehr nett und die ausreichende Freizeit wurde hauptsächlich mit Tischtennis-Rundlauf, Kickerturnieren und Fussballspielen ausgefüllt. Die beste Einheit war das "Experiment". Alle Teilnehmer mussten sich ein Freiwilligendienst in Neu-Anspach als Vorbereitung auf unser Freiwilliges Jahr suchen. Sven (rechts im ersten Bild), der mit mir ein Jahr lang im selben Projekt arbeiten wird, und Togo Tim gingen zu einer Tierärzten und fragten sie, ob sie eine Arbeit für uns hat. Sie verwies uns in ihren Garten und wir mussten dort die Terasse fegen und den Rasen mit einem uralten manuellen Rasenmäher mähen. Hat alles gut geklappt und war auch sehr lustig.

Am Abfahrtstag ging ich noch zum Sightseeing nach Frankfurt, weil ich 3 Stunden auf meinen Zug warten musste. Auf dem Maintower genoss ich die Aussicht auf Frankfurt, bevor ich die 5 stündige Rückfahrt antrat.

Jetzt bin ich wieder zu Hause, aber heute gehts schon los in Richtung Herrsching (Optikurs) und von da aus am Sonntag 2.8. zum Flughafen. Von dort werde ich um 9:50 Richtung Frankfurt fliegen und dort in eine Boing 747 Richtung Bangalore umsteigen.
Mein nächster Post kommt aus Indien! Jetzt gehts los...

Samstag, 11. Juli 2009

Hier komm ich hin...

Mein Projekt

Heute hab ich mein Projekt, indem ich ein Jahr arbeiten werde erfahren. Es geht nach Mysore, besser gesagt 15 km außerhalb von Mysore. Dort werde ich in einer Schule namens "Kaliyuva mane"( englisch: " home of learning") arbeiten, die sich um die Kinder kümmert, die normalerweise keine Chance haben, in eine Schule zu gehen. Mit dabei ist ein anderer Freiwilliger aus Deutschland.
Mysore liegt Im Süden Indiens, 125km südwestlich von Bangalore.

Die Projektbeschreibung:
Do you feel for these children: rural children, young children opting out of schools to assist their parents due to poverty, school dropouts unable to adjust themselves to the highliy competitive education system and bright children who find main stream schools inadequate.
OUR HISTORY : Inspired by the ideals of Sri Aurobindo & Swami Vivekananda, Divya Deepa initiated its service activities in a small village named Srirampura on the outskirts of Mysore City, Karnataka state during 1992. Children used to either drop out or fail to reach the desired educational standards due to illiteracy, ignorance and poverty of their parents, lack of infrastructure in the village schools etc. Divya Deepa started educating kids through the following activities
- Non-formal classes in English and Mathematics
-Personality development & yoga camps
-Outdoor education through excursions
-Environmental awareness programs
-Art and craft activities
-Music, drama & other cultural activities
Our above experience has taught us that each child wants to learn things in which it its interested, at its own pace & its personality blossoms in an unique way. Unfortunatelly in regular schools, all children have to compulsorily learn certain things, in a certain way, in a certain time frame and have to pass the examination in first attempt. If not, the particular child is labelled as unintelligent.
We firmly feel that an alternative residential school with 'school for children' policy instead of 'children for school' policy is the urgent need of the hour, especially for the development of physically, emotionally, economically and socially challened children.
Kaliyuva mane[A Kannada word which means "home for learning"] is an alternative school started by Divya Deepa in June 2005. Its logical sequel to Divya Deepa's initiatives.
Divya Deepa has bagged "Rotary Ramya Award" given for excellence in social service.
Divya Deepa is also involved in community development, youth and women empowerment, environmental awareness.
Mission: Divya Deepa was started with a mission of providing value based quality education to rural and underprivilaged children. Divya Deepa strongly believe that development of the nation can be achieved by working at the grass roots level. We feel that every child has an eqal opportunity to learn, innovate and excel in life.

We are also involved in community development, youth and women empowerment in villages and envirionmental awareness programs.

Divya Deppa strongly endorses the mission statement

'To focus on the opportunity deprived children, helping them to get a move on with their lives and show the way to achieve their dreams, by providing necessary help, care, empathy and value based education'


Our Activies:
Education : Project Kaliyuva Mane is an alternative school started by Divya Deepa charitable trust, with an aim to transform the lives of underpivileged children. Children who fail to reach the desired educational standards due to illiteracy, ignorance and poverty of parents, lack of infrastructure in the village shools are given a new hope of life, by providing value based education including yoga, arts, crafts, music, drama, environmental awareness programs.

Environment: Divya Deepa is heighly eco-conscious. It had taken up serveral tree planting programs. Children are taught about recycling of wastes, pollution control methods etc.
Divya Deepa promotes eco-friendly hand made paper. Recycled paper is used for all its inception. It had put up a stall of 'Besige Mela' - exhibition in association with Seva Trust for creating environmental awareness among the general public. One of its kind Eco-Toilet had been constructed with the help of Zilla Panchayat. "VANASUMA" is the project named for the environmental eactivities undertaken by Divya Deepa. Recently Bio gas plant is constructed and we use bio gas for cooking.

Community Development: Divya Deepa has undertaken several community development works:
-Regular health camps for the benefit of neighboring villigers
-sport facilities for rural youth
-Employment opportunities for rural youth


DESCRIPTION OF THE LOCAL COMMUNITY
Kaliyuva Mane is located in a rural environment. Situated in a quite and peaceful area which is ideal for the children's to study and practise academic subjects. The climate is not too cold and not too hot. Kaliyuva Mane organization is situated about 15 km outside From Mysore city. We try to develop the projects with the least disturbance to the environment. The majority of our buildings are traditionally made using locally sourced materials. There are at least two languages spoken with in Kaliyuva Mane. The economical environment is quite typical of most of rural India. In the village of Kaliyuva Mane the main occupation is within the agriculture sector.


PROPOSED ACTIVITIES FOR VOLUNTEERS
Case study for children's and any particular issue pertaining to children's.
Participating in our daily routine programm like child activitiy centre, home.
Teaching and working education for children
Assisting the administration and documentation
Helping our camps and activities
taking care of children, teaching some games



Hab gerade die Homepage zum Projekt gefunden, dort sind auch einige Bilder des Projekts.
http://divyadeepatrust.org